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Quo Vadis Do Khyi? Der Do Khyi stirbt aus!

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Traditionell begleitete der Do-Khyi als größter
der tibetischen Hunderassen die Herden der Nomaden.

Tibetische Ziegenherde

(Bildquelle: Geo Themenheft Himalaya)

Hunde im Grenzgebiet Nepal - Tibet


Er bewachte während der Wanderungen die Tiere, Menschen sowie die Jurten und das Hab und Gut der Hirten, bei Bedarf wurde er als Träger für die wertvollen Salzsäcke eingesetzt. Ebenso leistete der Do Khyi wertvolle Dienste beim Bewachen der Dörfer und Klöster. Mancher Do Khyi Welpe oder Junghund war Spielpartner für die Kinder oder
wärmte seinen Besitzer in kalten Nächten.

Hund an der Herde in Tibet

(Bildquelle: China`s Tibetan Mastiff, Foreign Languages Press)

In der Himalaya Region stellte und stellt der Do Khyi für die Nomaden, Bewohner der Dörfer und Klöster einen wertvollen Teil der Lebensart und Kultur dar. Er ermöglicht es den Nomaden und deren Herden, vor Beutegreifern oder Viehdieben verschont zu bleiben.

Auf den historischen Wanderrouten der Nomaden wurden immense Strecken zurückgelegt, die die Tibeter unter anderem bis nach Afghanistan und in die Mongolei führten, wobei sie selbstverständlich von ihren Do Khyi begleitet wurden. Umgekehrt pilgerten mongolische Mönche regelmäßig zu den heiligen Stätten Tibets.

Hunde im Grenzgebiet Monolei - Tibet

(Bildquelle: http:www.mongoliatoday.com)


Auf diesen Wanderungen und Pilgerreisen fanden auch Verpaarungen mit Hunden anderer Regionen und anderer Schläge statt. In der Mongolei gibt es heute noch Hirtenhunde, die in ihrem Aussehen dem Do Khyi stark gleichen und sich dort noch relativ unbeeinflusst von modernen Tendenzen der Rassehundezucht in ihrer Ursprünglichkeit erhalten haben.

Diese traditionellen Hunde der mongolischen Hirten werden "Konch Nokoi" oder "Gharzh" genannt. Im nepalesischen Grenzgebiet wird ein Hund vom Aussehen eines Do Khyi „Bhalu Khukur" – Bärenhund - genannt.

Hund an der Herde in Tibet

(Bildquelle: China`s Tibetan Mastiff, Foreign Languages Press)

Auffallend an all diesen diesen Hunden ist, dass sie sich zwar sehr ähneln, z.B. in der Knochenstärke, dem runden bis massigen Kopf mit ausgeprägten Stop, den hoch angesetzen Ohren, der auf dem Rücken getragenen Rute u.s.w..

Allerdings zeigen die Hunde sind je nach Herkunftsgebiet und Einsatz auch Unterschiede, z.B. in der Größe, der Fellfülle oder Struktur.

Hund in der Mongolei

(Bildquelle: http:www.mongoliatoday.com)

Im Himalaya gab es keine Rassehundezucht im heutigen Sinn. Ein uniformes Aussehen nach optischen Kriterien. wie wir es in der modernen Rassezucht sehen war unnötig und der Gebrauchsfähigkeit kontraporduktiv. Die Selektion der Hunde erfolgte einzig nach den ihnen zugedachten Aufgabenbereichen.

Ein guter Hund war der, der seinem Aufgabengebiet am besten gerecht wurde. Ein Hirte ließ eine Verpaarung nicht aus dem Gedanken zu, "Reinheit der Rasse Do Khyi" gerecht zu werden, sondern um einen ihm geeigneten Hund zu erhalten. Verpaarungen vor dem Hintergrund der Selektion nach Gebrauchsfähigkeit und der Gesundheit sind einer Rasse nur zuträglich.

Somit sind optische Unterschiede in Körperbau oder Größe der Hunde im Ursprungsland bzw. Verbreitungsgebiet des Do-Khyi nur verständlich und adäquat. Leichte, wendige und ausdauernde Hunde -auch „Bhotia“ genannt - sind z.B. für gebirgige Regionen wesentlich besser geeignet als schwerfällige Hunde. Einem großen imposanten Wachhund, oftmals auch mit "Tsang Khyi" bezeichnet, gesteht man dagegen auch gerne Körpergröße und -fülle zu. Neben diesen Phänotypen gibt es die seltene rauhaarige Version des Do Khyi, den "Khyi Apso" (khyi= Hund, apso= bärtig).



Lob an den Hund

Hund in Tibet

(Bildquelle: China`s Tibetan Mastiff, Foreign Languages Press)

Dogs are the most loyal friends. They will never change poor master for a rich herder, grown by poor nomad it will never follow even a khaan.

Sandag (mongolischer Schrifsteller, 19. Jahrhundert)