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Quo Vadis Do Khyi? Der Do Khyi stirbt aus!

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Beim Do-Khyi handelt es sich um eine Rasse mit sehr alten Wurzeln. Seit den Asien Reisen Marco Polos ist der Do-Khyi in das Bewußtsein der westlichen Welt geraten. Marco Polo beschrieb den Do Khyi als einen "gut aussehenden Hund der flink wie ein Tiger ist und so laut wie ein Löwe brüllt", "ist von der Größe eines Esels mit einer kräftigen Stimme. Der Tibet Mastiff wurde benutzt zum Schutz der Klöster oder zum Schutz jeweils desjenigen, was der Besitzer den Tibet Mastiff wünschte zu bewachen", außerdem "wurden sie auch zur Jagd auf Yaks, Bären und Hirsche benutzt.“
Erzählungen über riesenhafte Do-Khyi von bis zu 110cm Schulterhöhe sind aber eher im Reich der Phantasie anzusiedeln.

Im 13. Jahrhundert folgten Do Khyi im Troß des Mongolen-Führers Dschingis Khan bis Europa.

Tibet Dogge "Siring", London 1881

(Bildquelle: "Die deutschen Hunde", Kynos Verlag)

Die ersten Nachweise für den Import von Do-Khyi nach Europa stammen aus der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert. Lord Hardinge schickte 1847 einen großen Tibetischen Hund mit Namen “Siring“ an Queen Victoria. Ausgestellt wurden die ersten Do Khyi in Zoos in England in 1859 und 1873.

Eine erste Aufzeichnung für einen europäischen Do Khyi Wurfes gibt es aus 1898 aus dem Berliner Zoo.

Tibet-Import 1902, von King George V.

Von seiner Expedition nach Tibet brachte King George V 1906 einen männlichen Do Khyi mit, der 1912 (ausgestopft) in der "Zoological Society of London" vorgestellt wurde. Unserem heutigen Bild vom großen massigen Do Khyi wiederspricht dieser Hund doch sehr, hatte er doch "nur" eine Schulterhöhe von 58 cm. Heute ist der Hund Tring Museum in Hertfordshire ausgestellt. (Quelle: "Dogs of the last hundred years at the British Museum (Natural History, Autor: Dennis-Bryan, Kim.)

Mit Gründung des englischen “The Kennel Club” am 4. April 1873 wurde der Do Khyi offiziell als „Tibet Mastiff“ geführt (mit „Mastiff“ wurde damals alle großen Hunde bezeichnet, die mollossoid aussahen). England wurde fälschlicherweise als „Ursprungsland“ des Tibet Mastiff festgehalten.

Do Khyi in Tibet, 1920

Zwischen den beiden Weltkriegen bis in die 1970er Jahre sind keine Importe von Hunden aus der Ursprungsregion nachvollziehbar. Die Do Khyi Zucht in Europa mit ihren wenigen Hunden ging in den Kriegsjahren des 2. Weltkrieges verloren oder sie verstarben.

Für den Zeitraum bis in die 1970er Jahre wurde nur ein einziger Do Khyi dokumentiert, den der Dalai Lama als Geschenk an President Eisenhower übersandte.

Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wird der Do-Khyi im Sinne der "modernen" Rassehundezucht gezüchtet hat sich in erster Linie als Haushund etabliert, ohne seinen traditionellen Aufgaben nachkommen zu müssen.